Durch die industriellen Revolution stieg im 18.Jahrhundert der Welthandel sprunghaft an. Um mit exportierten Waren handeln und unter den diversen Staaten ohne Kuriere Geld tauschen zu können, wurden die Zentralbanken gegründet. Diese mussten sich stets untereinander vertrauen können, dass Schuldscheine und Papiergeld immer auf Bitte der Kunden in Gold umgetauscht wurden. Nur so konnte man es abwenden, dass eine Zentralbank mehr und mehr Geld produzierte, ohne dass dahinter ein konkreter Wert stand.

Der von 1870 bis zum 1. Weltkrieg vorherrschende Goldstandard war kaum etwas anderes als ein Währungssystem. Die Primäraufgabe der neu gegründeten Zentralbanken bestand dereinst in der Einlagerung von Goldreserven, die immer verfügbar sein mussten um so die Währung in einem Land zu decken. Der Erste Weltkrieg zerstörte den Goldstandard. Denn mit Kriegsausbrauch vertraute kein Kunde mehr auf die Dauerhaftigkeit von Papiergeld und Schuldscheinen – das Gold der Zentralbanken wurde zum wesentlichsten Hilfsmittel zur Finanzierung der Kreditwirtschaft.

Die kriegführenden Staaten verhängten nicht alleine Goldexportverbote, sie befreiten ihre Zentralbanken auch von der Pflicht, dass in Umlauf gebrachte Geld durch eingelagertes Gold abzusichern. Die Auswirkungen waren Geldentwertung und Hyperinflation. Ein paar Jahre danach geriet der Goldstandard durch die Weltwirtschaftskrise 1929, der Bankenkrise 1931 und dem 2. Weltkrieg erneut unter Druck.